Michael Niemetz - Fiat Lux
 

Fiat Lux!

Michael Niemetz thematisiert innerhalb einer scheinbar simplen künstlerischen Installation, die Komplexität der Begriffe Werk und Licht. Selbst wenn man ganz pragmatisch an das Werk herangeht und nur die Komponenten der Plastik betrachtet, wird einem abermals die Vielschichtigkeit des Kontextes bewusst in dem dieses Werk steht. Niemetz Auseinandersetzung mit der Präsentation und der Frage des künstlerischen Schaffensprozesses, die in seinem Werk Schlüsselpositionen einnehmen, ist in eine lange kunsthistorische Tradition eingebunden. Der alltägliche Gebrauchsgegenstand der Glühbirne, als das Mittel der Erhellung, erfährt in diesem Werk eine Aufwertung im Sinne Marcel Duchamps. Es wirkt, als leuchte die Glühbirne aus sich selbst heraus und benötige keine Verbindung zum Strom. Wie eine provokatorische Zurschaustellung der Unabhängigkeit von der Gesellschaft. Also auch ein Verweis auf die künstlerische Selbstverwirklichung, die in der Form einer Glühbirne, als Visualisierung der Idee, zu sehen ist, die trotz ihrer freien eigenen Entwicklung innerhalb eines gesellschaftlichen Konstruktseingebundenist und bedingt wird. Annika Lorenz, 2011

”Michael Niemetz addresses within a seemingly simple installation the complexity of light and Art. Even if we pragmatically approach the work and only consider components of the piece we become aware, once again, of the intricacy with which this work operates. The key examination of the artists’ work is the question of presentation and the process of artistic creation. With this he stands in a long history of artistic tradition. The light bulb gives the impression of self-enlightened and that it has no need to connect with a power supply. Thereby it seems to provocatively flaunt its independence from society, which can also be seen as a reference to artistic self-realization. The light bulb as the embodiment of the idea itself is despite its own free development imbedded within a construction of social reasons.” Annika Lorenz, 2011